Dieter Rams ©Dieter und Ingeborg Rams Stiftung
Dieter Rams ©Dieter und Ingeborg Rams Stiftung

Weniger,

aber besser

 

Von Gudrun Rothaug

 

Dieter Rams, auch „Godfather of Design“ oder einfach nur „Mr. Braun“ genannt, hat Designgeschichte geschrieben. Er wurde in Wiesbaden geboren und hat an der damaligen Werkkunstschule auf dem Schulberg studiert.

 

In der Wiesbadener Mauergasse 10 ist er aufgewachsen und nur 180 Meter Luftlinie davon entfernt zeigt das Stadtmuseum am Markt noch bis zum 29. Oktober 2023 die Ausstellung „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“. Eine Betrachtung seines wegweisenden Werks, ein Blick auf die damalige Werkkunstschule und die Kunstarche Wiesbaden, die Wiesbadens Kunst­geschichte bewahrt und auch den legendären „Schneewittchensarg“ von Dieter Rams in der Sammlung hat.

 

 

„Design ist Denken“ – die Philosophie von Dieter Rams

 

Dieter Rams gilt als der einflussreichste Industrie-Designer der Moderne. Die ersten von ihm entworfenen Braun-Produkte nahm das MoMA in New York schon 1959 in seine ständige Sammlung auf. Er gestaltete zeitlose, funktionale Produkte, Dinge, die nicht modisch sind und auch nie unmodern werden, unaufdringlich, ehrlich, ästhetisch.

 

„Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“, das ist eine von Dieter Rams‘ zehn Thesen für gutes Design. Gutes Design ist innovativ, konsequent bis ins letzte Detail – und umweltfreundlich. Langlebigkeit und Nachhaltigkeit waren Dieter Rams schon früh ein Anliegen bei der Gestaltung, ob für Radios, Haushaltsprodukte oder Möbel. „Wir können die Welt nicht retten, aber wir können dazu beitragen, sie besser zu machen“, sagt Dieter Rams, der schon 1972 die Warnungen des Club of Rome beherzigte. Damals konstatierten die Experten in der Studie „Die Grenzen des Wachstums“, dass das Handeln aller Menschen globale Auswirkungen für das Überleben der Menschheit habe. Warum also den Warenkreislauf und die Nachfrage mit ständig neu gestalteten Produkten anheizen und den Markt mit Überflüssigem überschwemmen? Gegen unsere Wegwerfgesellschaft opponierte Dieter Rams sogar einmal mit dem Vorschlag, Firmen sollten ihre Produkte nicht verkaufen, sondern besser nur verleihen. Mit seinen Kollegen und Technikern bei Braun entwickelte Dieter Rams eine Gerätebedienung, die ein Produkt verständlich und eine Gebrauchsanweisung unnötig macht. Gutes Design ist selbsterklärend, so wie der Braun Taschenrechner ET 66, der seine Funktionen durch gezielt eingesetzte farbige Tasten zeigt, ein Klassiker, der unter der Marke „Braun“ noch immer auf dem Markt ist.

 

Die Ausstellung im Stadtmuseum „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“ zeigt die Verwirklichung seiner Philoso­phie an 30 Objekten in Texten und auf Fotos. Die Wanderausstellung wurde zuvor schon in New York, Mailand und Frankfurt gezeigt. Professor Klaus Klemp hat sie kuratiert; er hat auch das Werkverzeichnis von Dieter Rams erstellt und ist Vorstand der Dieter und Ingeborg Rams Stiftung, die gutes Design fördert. Er betont, dass Rams in den USA und Asien noch viel berühmter ist als in unseren Breiten und dass bei Braun ein Design nur geändert wurde, wenn sich technisch etwas wirklich Grundlegendes entwickelt hatte.

 

Dieter Rams gibt heute keine Interviews mehr; es sei alles gesagt. „We­niger, aber besser“ kann man nur wiederholen.

 

„Schneewittchensarg“ statt „Gelsenkirchener Barock“

 

Nach seinem Studium an der Wiesbadener Werkkunstschule hatte Dieter Rams zunächst für zwei Jahre im Architekturbüro von Otto Apel in Frankfurt gearbeitet. Ein Kollege hatte eine Stellenanzeige von „Radio Braun“ gefunden und beide bewarben sich. Rams wurde 1955 bei Braun eingestellt, zunächst als Architekt. Bald wurde er gefragt, ob er in der Produkt­gestaltung arbeiten wolle.

 

Das erste berühmt gewordene Design von Dieter Rams war der SK4 „Phonosuper“, eine Radio-Plattenspieler-Kombination. Damals standen in den deutschen Wohnzimmern wuchtige schwere Möbel, die die technischen Geräte versteckten. Der SK4 war so neuartig und unvertraut, dass er wegen des Plexiglas-Deckels „Schneewittchensarg“ genannt wurde. Gemeinsam mit Hans Gugelot von der Hochschule für Gestaltung in Ulm hatte Rams das Gerät mit dem weißen Korpus konzipiert. Wilhelm Wagenfeld, Bauhaus-Schüler und Pionier des Industriedesigns, entwarf den integrierten Plattenspieler. Das Gerät hatte zunächst einen Deckel aus grauweißem Metall, der machte aber im Betrieb klirrende Geräusche und so kam Dieter Rams auf die Idee, das damals neu formbare Material Plexiglas dafür zu verwenden. Der Plexiglasdeckel des SK4 war richtungsweisend und wurde Prototyp für alle Plattenspieler, die danach gebaut wurden.

 

Für Braun entwarf Dieter Rams unzählige Elektrogeräte: Rasierapparate, Fernseher, Küchengeräte, Lautsprecher, Wecker, alles in strenger Ingenieursschönheit, sachlich, puristisch und minimalistisch. 1961 stieg er zum Chefdesigner von Braun auf und war auch für das Corporate Design verantwortlich. Er setzte sich dafür ein, dass der Firmenschriftzug von Braun zurückhaltend auf den Produkten erschien, denn alles von Braun sollte man schon an der äußeren Gestaltung erkennen. Egal ob Tischfeuerzeug, Haartrockner oder Radio, unter dem Einfluss von Dieter Rams war die Gestaltung immer von der Funktion des Produkts geprägt und auf das Wesentliche konzentriert.

 

Der „Großvater“ des iPods – Vorbild für Apple

 

Jonathan Ive, der langjährige Chefdesigner von Apple, hat kein Geheim­nis daraus gemacht, dass er viel von Dieter Rams und dessen Philosophie gelernt hat – und das sieht man auch. Die Taschenrechner-App des ersten iPhones war die digitale Version des Braun-Taschenrechners ET66 von 1987. Und vergleicht man das Taschen-Transistorradio T3 aus den 1950er-Jahren mit dem iPod der Firma Apple, erkennt man sofort den Einfluss: sowohl Radio als auch iPod kamen mit einer einzigen runden Funktionstaste aus. Der erste iMac erinnert an einen der Lautsprecher von Braun, was Dieter Rams nicht erzürnt, sondern mit Stolz erfüllt. Jonathan Ive schwärmt in seiner Autobiografie zum Beispiel von der Zitruspresse MPZ 2, die früher in der Küche seiner Eltern stand. Sie war: „perfekt ausgedacht“… “Essenz des Saftpressens, die Form angenommen hatte“. Schöner kann man es kaum ausdrücken.

 

Als Designer der Braun Zitruspresse MPZ 2 werden Dieter Rams und Jürgen Greubel gemeinsam genannt. Greubel ist mit Dieter Rams befreundet, hat auch an der Wiesbadener Werkkunstschule studiert und mehrere Jahre in der Braun-Designabteilung unter Dieter Rams gearbeitet. Rams habe damals, so erzählt er, mit einem 2B-Bleistift nur die Krümmung am oberen Rand der Zitruspresse verändert. Am Entwurf industriell hergestellter Produkte arbeiten viele gemeinsam, maßgeblich auch die Techniker. Dass Dieter Rams als Designer der Braun-Produkte immer explizit genannt wurde, habe seinen Grund darin, so Jürgen Greubel, dass Rams ab 1959 auch Möbel für die Firma Vitsœ entwarf und diese mit dem Namen Dieter Rams beworben werden. In seiner Zeit als Chefdesigner bei Braun, berichtet Jürgen Greubel, habe Dieter Rams bis 1995 die Firma Braun ganz und gar verkörpert.

 

Wachsen und schrumpfen:

Möbel mit System

 

Stolz ist Dieter Rams auf sein Regal- und Möbelsystem der Firma Vitsœ. Das Regalsystem wird an der Wand montiert und kann mit Modulen immer weiter ergänzt und umgebaut wer­den. Es wächst mit und lässt sich mühelos an neue Bedürfnisse und neue Räume anpassen. Während Elek­­trogeräte veralten, können Möbel­systeme lange bestehen.

 

Ebenfalls modular konzipiert sind Rams‘ Vitsœ Sitzmöbel: Sessel können zum Sofa werden und runde Hocker und Tische lassen sich in der Höhe verändern, weil sie aus stapelbaren Elementen bestehen. Dazu wurde Rams von japanischen Sitzmatten inspiriert. Die Hocker stehen im Garten seines Wohn- und Atelierhauses in Kronberg. Dieter Rams hatte es Anfang der 1970er-Jahre gemeinsam mit einem Architekten entworfen. Seit 2016 steht es unter Denkmalschutz. Dieter Rams’ Lebenswerk ist so umfassend, dass sein Bungalow fast ausschließlich mit Dingen ausgestattet ist, die er selbst entworfen hat: von der Türklinke über die Hi-Fi-Anlage bis zu den Möbeln.

 

Von der Schreinerwerkstatt zur Werkkunstschule

 

Dieter Rams‘ Leitsatz „Weniger, aber besser“ leitet sich von dem geflügelten Wort „Weniger ist mehr“ ab. Der Architekt und letzte Direktor des Bauhauses Ludwig Mies van der Rohe hatte es aufgegriffen, um seine Vorstellung vom Bauen mit einfachen Formen auf den Punkt zu bringen. Das Bauhaus prägte für die Schlichtheit des Designs den Leitsatz „form follows function“. Der Gründer und erste Leiter der Wiesbadener Werkkunstschule Hans Soeder formulierte es so: „Einfachheit steht am Ende der Gestaltung, nicht am Anfang“.

 

Auf all dem baute Dieter Rams auf. Doch schon in seiner Kindheit lernte er die Einfachheit der Gestaltung kennen. Er kam am 20. Mai 1932 in Wiesbaden zur Welt. Seine Eltern hatten sich getrennt und so verbrachte er viel Zeit in den Werkstätten seiner Großväter. Der eine war Schlosser, der andere Tischler. In der Schreinerwerkstatt war er von der Arbeitsweise seines Großvaters fasziniert; der arbeitete ohne Maschinen und tischlerte einfache kleine Möbel, deren Oberflächen er ganz sorgsam bearbeitete. So wusste Dieter Rams früh, dass er gestalten wollte. Nach zwei Vorsemestern an der „Handwerker- und Gewerbeschule“ machte er eine Schreinerlehre und setzte 1951 sein Studium an der neu gegründeten Werkkunstschule auf dem Wiesbadener Schulberg fort.

 

Bauhaus-Prinzipien an der Wiesbadener Werkkunstschule

 

Schon in der Weimarer Republik unterrichtete die Handwerker- und Kunstgewerbeschule nach den Prinzipien des Bauhauses – bis die Nationalsozialisten die Schule 1934 schlossen. Nach dem 2. Weltkrieg ließ der Architekt Hans Soeder das Prinzip einer Gestaltung, die auf dem Handwerk basiert, an der Werkkunstschule Wiesbaden wieder aufleben, ob im Studium der Malerei, Bildhauerei, Grafik, Schriftgestaltung, Innenarchitektur, Keramik oder Mode.

 

Soeder war bis 1933 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie und Mitglied des Deutschen Werkbunds gewesen. Er entwickelte ein pädagogisches Konzept für die Werkkunstschule, die er ab 1949 leitete. Sein Konzept wurde von anderen Werkkunstschulen in der BRD übernommen. Für Dieter Rams war Hans Soeder der Lehrer, der für ihn am bedeutendsten war. Rams studierte in Wiesbaden Innenarchitektur, ein Bereich, den Soeder um eine Architekturabteilung mit Verbindung zum Industriedesign erweitert hatte. Nach Soeders Konzept sollte die Werkkunstschule – wie schon das Bauhaus – auch Einnahmen erwirtschaften und so finanziell unabhängiger werden. Wegen Unstimmigkeiten in und mit der Stadt verließ Hans Soeder 1952 die Schule. Hätte man ihn weiter machen lassen, schreibt Dieter Rams, dann wäre die Schule in Wiesbaden vielleicht das geworden, was die Hochschule für Gestaltung in Ulm dann wurde. 1953 gegründet und schon 1968 wieder geschlossen, war sie die international bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus, an der Künstler wie Max Bill, Otl Aicher und Josef Albers lehrten.

 

1954 übernahm der Maler Vincent Weber die Leitung der Wiesbadener Werkkunstschule. Er selbst hatte von 1920 bis 1923 bei Johannes Itten, Paul Klee und Oskar Schlemmer am Bauhaus in Weimar studiert und verfolgte das Konzept auf dem Schulberg weiter. Die Schule strahlte in internationalem Glanz, weil Weber Künstler wie Josef Albers, Henry Matisse oder Ernst Wilhelm Nay einlud. Johannes Itten stellte hier sein pädagogisches Konzept vor, genauso wie der Philosoph und Künstler Hugo Kükelhaus, nach dessen Konzept das Erfahrungsfeld der Sinne auf dem Wiesbadener Schloss Freudenberg entstanden ist. Die Geschichte der Werkkunstschule endete 1970 mit der Neuordnung der hessischen Hochschullandschaft und den sich in der ganzen BRD gründenden Fachhochschulen.

 

Die Kunstarche „rettet“

Wiesbadener Kunstgeschichte

 

Die Kunsthistorikerin Felicitas Reusch hat die Geschichte der Werkkunstschule wieder aufleben lassen. Sie kuratierte 2016 als Vorsitzende des Vereins „Kunstarche“ eine Ausstellung über die Schule und ist Herausge­berin einer Publikation, die das pädagogische Konzept der Werkkunstschule beschreibt, damalige Lehrende porträtiert und Studierende mit ihren Erinnerungen, Biografien und Arbeiten in den Mittelpunkt stellt. In dem Sammelband „Die Werkkunstschule Wiesbaden 1949-1970. Die legendäre Talentschmiede“ erinnert sich auch Dieter Rams an sein Studium in Wiesbaden. Durch einen Zufall ist es Felicitas Reusch gelungen, die Radio-Phono-Kombination SK4 von Dieter Rams für die Sammlung zu sichern. Der Verein Kunstarche e.V. bewahrt auch Arbeiten der ehemaligen Studierenden der Werkkunstschule und bietet dem Werk lokaler Künstlerinnen und Künstlern eine Bleibe.

 

Die künstlerischen Vor- und Nachlässe werden wissenschaftlich aufgearbeitet und ausgestellt. Gemeinsam mit den Wiesbadener Künstlern und ehemaligen Werkkunstschülern Wolf Spemann und Arnold Gorski sowie dem Künstler Johannes Ludwig hat Felicitas Reusch 2012 die Kunstarche gegründet. Auch in Publikationen widmet sich der Verein vielen Aspekten der Kunstgeschichte Wiesbadens und damit auch der Stadtgeschichte. Ein Gemälde in der Sammlung zeigt zum Beispiel das Portal des Hotels Vierjahreszeiten, das nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg stehen geblieben war, ein Werk von Erika Kohlhöfer-Hammesfahr. Die renommierte Wiesbadener Künstlerin hatte unter anderem an der Kunstgewerbeschule, Vorläuferin der Werkkunstschule, studiert und mit Farbe und Pinsel einen vergangenen Moment der Stadtgeschichte bewahrt.

 

„Mit ausgesprochenem Wider­willen“: der Künstler Peter Roehr

 

Die Kunstarche hat auch eine Arbeit des sehr jung verstorbenen und später berühmt gewordenen Künstlers Peter Roehr in der Sammlung: die Koh­lezeichnung eines Waldstücks aus dem Jahr 1962. Es war eine Aufgabe, die Roehr in der Malerei-Klasse der Werkkunstschule zeichnete und die nicht erahnen lässt, dass er einmal als ein Vorreiter des seriellen Minimalismus gelten wird.

 

Roehr hatte in Frankfurt eine Ausbildung zum Leuchtreklame- und Schilderhersteller gemacht und studierte von 1962-1965 an der Wiesbadener Werkkunstschule, bis 1966 als Meisterschüler von Vincent Weber. Das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt hat Peter Roehrs gesamtes Archiv mit Dokumenten und Fotos wissenschaftlich aufgearbeitet und digitalisiert.

 

In einem Text vom August 1966 schreibt Peter Roehr über die Anfänge seiner seriellen Kunst. Er begann, serielle Montagen herzustellen, nachdem er ein Taschenbuch über den Zen-Buddhismus gelesen hatte. Roehr machte die Wiederholung zu seinem Prinzip, reihte mit der Schreibmaschine Buchstaben und Zahlen aneinander und montierte für seine Arbeiten vorgefertigte Bilder aus Zeitschriften, Bierdeckeln oder Werbeprospekten. Als er 1968 mit nur 23 Jahren an Krebs starb, hin­terließ er ein Werk von 600 Arbeiten, ein Werk zwischen Minimalismus und Konzeptkunst. Doch was er in der Werkkunstschule machen musste, tat er mit ausgesprochenem Widerwillen, schreibt er. Zuerst habe er in den langen Mittagspausen in der Werkkunstschule versucht, an seinen eigenen Bildern zu arbeiten. Bald habe er das aber aufgegeben, weil es weniger die Lehrer als die Schüler ausgesprochen verärgerte und wütend gemacht habe. Sein ehemaliger Kommilitone Karl-Eckard Carius erinnert sich in der Publikation von Felicitas Reusch, dass Peter Roehr zurückhaltend, sensibel und ein eher intellektueller Typ war, einer, der seinen eigenen Weg ging.

 

In diesem Sommer schenkte der Wiesbadener Architekt Dirk Hoga der Kunstarche eine serielle Arbeit von Peter Roehr aus dem Jahr 1962. Sie besteht aus roten Schreibmaschinenpunkten, die Roehr aneinanderreihte. Stolz kann die Kunstarche auf diese Arbeit sein, von einem Künstler, dessen Werke sich in den Sammlungen großer, bedeutender Museen befinden.

 

Ausgezeichnetes Engagement: Kunstarche

 

Für Dieter Rams und viele Künstler*innen war die Wiesbadener Werkkunstschule die rägende Talentschmiede. Ohne die Kunstarche wäre vieles rund um die Schule wohl in Vergessenheit geraten. In ihrem elfjährigen Bestehen hat die Kunstarche über 40 Ausstellungen organisiert, darunter die gemeinsame Ausstellung der Werke des ehemaligen Lehrers und Bildhauers Erwin Schutzbach und seiner ehemaligen Studierenden Angelika Gassenmaier und Thomas Duttenhoefer. Für die Bewahrung und Aufarbeitung der Wiesbadener Kunstgeschichte und das große Engagement wurde der Verein Kunstarche e.V., der über 200 Mitglieder zählt, 2022 mit dem Wiesbadener Kulturpreis ausgezeichnet.